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(1) Giant's Causeway, (2) Bushmills Distillery, (3)
Carrick-a-Rede Rope Bridge, (4) "Entering Free Derry" in der
Bogside, (London-)Derry, (5) Bloody Sunday Monument, (6-7) Murals in
Shankill und Falls Road in Belfast
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Nordirland hatte, besonders für Englischlehrer, lange Zeit etwas Magisches, es gehört - oder gehörte - neben Shakespeare und dem American Dream' zu den Basics der Themen des Englischunterrichts. Literarisch kommen sofort mehrere Namen in den Sinn,
- Bernard MacLaverty, 1942 in Belfast geboren, durch seine Romane, z.B. Cal und dessen Verfilmung der bekannteste Schriftsteller, der über Nordirland geschrieben hat und die aussichtslose politische Situation sehr gut getroffen hat.
- Brian Moore (1921 - 1999), in Belfast geboren, wo er auch aufwuchs. Später lebte er lange Zeit in Kanada und starb in Malibu, Kalifornien. Er legte Wert darauf, dass sein Vorname irisch-gälisch Bree-an' ausgesprochen wurde. Sein Roman Lies of Silence ist eine schonungslose Anklage gegen "this British Province founded on inequality and sectarian hate."
- Anne Devlin, 1951 geboren, schreibt Kurzgeschichten und Filmdrehbücher und ist heute die einzige, die wieder in Belfast lebt.
Zunächst etwas zum Namen "Ulster", der manchmal fälschlicherweise synoym für Nordirland gebraucht wird: Ulster ist eine Region und frühere Provinz im Norden von Irland. Es bestand aus neun historischen Grafschaften, von denen drei, Donegal, im hohen Nordwesten, sowie Cavan und Monaghan zur Republik Irland gehören. Die anderen sechs Grafschaften Antrim, Armagh, Derry/Londonderry, Down, Fermanagh und Tyrone gehören heute zu Nordirland. Seit 1972 ist Nordirland jedoch verwaltungstechnisch nicht mehr in diese Grafschaften, sondern in 26 Districts mit durchschnittlich 60.000 Einwohnern untergliedert. Ulster hat eine Fläche von 21.532 km² und ungefähr zwei Millionen Einwohner.
Wer von der Republik Irland nach Nordirland reist, überfährt eine unsichtbare Grenze, hinter der die Autos plötzlich wieder englische Autokennzeichen führen. Auch die Verkehrszeichen sind anders, Entfernungsangaben und Schilder mit Geschwindigkeits-Beschränkungen werden wieder in Meilen angegeben - wir sind eben wieder on British soil. Londonderry - wie es die Engländer, oder Derry, wie es die Iren nennen - war neben Belfast am häufigsten von den kriegsähnlichen Unruhen, mit typisch britischem Unterstatement Troubles' genannt, betroffen.
Das alte ummauerte Derry (2001: 83.652 Einwohner) liegt am Westufer des Flusses Foyle. Heute hat sich die Stadt auf beide Seiten des Flusses ausgedehnt und jahrhundertelang enge Verbindungen mit dem benachbarten County Donegal. In der als Plantation of Ulster' bezeichneten Kolonisierung wurden unter James I. of England englische und schottische Protestanten im 17. Jh. auf Land angesiedelt, dass von katholisch-irischen Großgrund-Besitzern konfisziert wurde. Sie bauten die Walled City' über dem Fluß Foyle. Die Stadt war lange Zeit ein Brennpunkt der irischen Geschichte, einschließlich der Siege of Derry' (1688-1689) und dem Bloody Sunday' am 30. January 1972.
Derry war die erste geplante Stadt in Irland und wurde 1613 begonnen. Die Mauern waren fünf Jahre später vollendet. Die moderne Stadt zeigt noch den alten Straßenplan. Vom zentralen Diamond' führen Straßen zu den vier Stadttoren. Wirtschaftlich hing die Stadt bis vor kurzem stark von der Textilindustrie ab, in den 1920er Jahren waren hier bis zu 18.000 Leute beschäftigt. Häufig waren die Frauen in den Hemdenfabriken die einzigen Verdiener in der Familie, bei den Männern gab es hohe Arbeitslosigkeit, so dass viele Männer auswanderten. Ein großer Arbeitgeber ist seit langem der Chemiekonzern Du Pont, außerdem werden hier Lycra- und Kevlar-Fasern hergestellt, deren Produktionsstätten stark erweitert wurden. Jüngst haben sich hier IT-Firmen niedergelassen, außerdem investieren viele amerikanische Firmen. Obwohl die Stadt billige Arbeitskräfte bietet, wird kritisiert, dass Investitionen nur solange anhalten, wie der Northern Ireland Industrial Development Board' Darlehen bereitstellt.
Während der Unruhen sollen 15.000 Protestanten aus Sicherheitsgründen aus der City geflohen sein. Weniger als 1.000 leben jetzt westlich des Foyle meist in der Fountains-Siedlung, die umfangreich saniert wurde. Bei einem Spaziergang über die alte Stadtmauer kommt man an zahlreichen mit Stacheldraht geschützten Watch Towers' vorbei und schaut auf die Bogside, die mit ausgebrannten und mit Murals' bemalten Häusern bedrohlich wirkt. Die Bogside war Schauplatz der Troubles von der Battle of the Bogside' bis zum Bloody Sunday.
Die Battle of the Bogside bezieht sich auf Aufstände in der Zeit vom 12. - 14. August 1969 als die Royal Ulster Constabulary' (RUC) - die nordirische Polizei - versuchte, Nationalisten zu zerstreuen, die gegen die Parade der Apprentice Boys of Derry' entlang der Stadtmauern protestierten. Als es ihnen nicht gelang, wurde die britische Armee gerufen, um die Ordnung wieder herzustellen. Dieser Aufstand wurde als einer der auslösenden Faktoren für die Troubles angesehen. Mit Bloody Sunday werden die Ereignisse vom 30. Januar 1972 beschrieben, als von Mitgliedern des 1st Battalion of the British Parachute Regiment' unter Lieutenant-Colonel Derek Wilford auf 26 Civil Rights-Protestierer während eines Protestmarsches geschossen wurde. 13 Personen, sechs davon Jugendliche, starben und eine weitere Person erlag später ihren Verletzungen. Zeugen sagten aus, das alle Erschossenen unbewaffnet waren, und fünf Verletzte in den Rücken geschossen wurden. Der im Juni 2010 vorgelegte Saville Report belegt eindeutig, dass die Britische Armee zuerst geschossen hat. Der britische Premierminister David Cameron nannte den Einsatz "unjustified and unjustifiable" (ungerechtfertigt und nicht zu rechtfertigen) und entschuldigte sich öffentlich dafür.
Die Nordküste gehört mit dem Giant's Causeway, Weltkulturerbe seit 1986, zu einer der schönsten Küstenlandschaften der Britischen Inseln. Der Giant's Causeway mit 40.000 Basaltsäulen (nicht nachgezählt!) ist das Ergebnis eines tertiären Vulkanausbruchs. Die meisten Säulen sind sechseckig, einige haben aber auch 4, 5, 7 oder 8 Seiten, die höchsten erreichen
12 m. Der Giant's Causeway gehört dem National Trust und ist die Haupttouristenattraktion in Nordirland - und das zu Recht. Man parkt oberhalb des Causeway und geht dann den Fußweg zu den in einer malerischen Bucht gelegenen Basaltsäulen hinunter. Die Stille des Ortes wird nur durch den Wellenschlag gegen die Basaltsäulen unterbrochen - ein einmaliges Naturschauspiel.
Der Legende nach soll der irische Riese Fionn Mac Cumhaill den Damm gebaut haben, um nach Schottland zu laufen, weil er seinen schottischen Gegenpart Benandonner bekämpfen wollte. Die Causeway'-Legende stimmt insofern mit der geologischen Entstehung überein, als es ähnliche Basaltformationen desselben Lavaflusses in Fingal's Cave auf der Hebrideninsel Staffa in Schottland gibt.
Unweit des Causeway liegt der kleine Ort Bushmills, der durch die mit den Farben des Union Jacks bemalten Bürgersteige, Straßenlaternen und Häusern klar macht, welche politischen Prioritäten hier gesetzt werden. Im Ort gibt es eine bekannte Whiskybrennerei - falsch: Old Bushmills Distillery, 1784 gegründet, die älteste lizensierte Whiskydestillerie der Welt.
Die Produktion des berühmten Bushmills Whiskey zieht pro Jahr 110.000 Touristen an. Am Ende der Führung darf man natürlich auch verschiedene Whiskeys verproben einschließlich dem bekannten Black Bush und kann sich sogar ein Zertifikat "ertrinken". Interessant ist die Schreibweise des Namens "Whisk(e)y": In England wird der Name üblicherweise ohne das "e" geschreiben, während der irische und der amerikanische "Whiskey" (Bourbon) mit "e" geschrieben wird.
Eine weitere touristische Attraktion ist die Carrick-a-Rede Rope Bridge in der Nähe von Ballintoy, eine mit Stricken befestigte Hängebrücke, die auf die winzige Insel Carrick Island führt. Man nimmt an, dass Lachsfischer die Brücke vor mehr als 350 Jahren erbauten. Die 2008 für £ 16.000 erbaute neue Brücke überspannt 20 m und ist 30 m hoch. Zwar ist hier nie ein Unfall passiert, aber es gab viele, die den Weg zurück nicht mehr wagten und mit Booten von der Insel gerettet werden mussten. Von hier hat man atemberaubende Ausblicke auf Rathlin Island und Schottland.
Belfast, malerisch am Westende des Belfast Lough und der Mündung des Flusses Lagan gelegen, ist mit ungefähr 275.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Irlands und seit 1920 durch den Government of Ireland Act' Hauptstadt von Nordirland. Die Stadt hat während der Troubles stark unter Zerstörungen gelitten und besonders die Falls und Shankill Road tauchten häufig als Brennpunkte bei den kriegerischen Auseinandersetzungen auf. Unter den Troubles' versteht man die Auseinandersetzungen über den Verfassungsstatus von Nordirland und die Beziehungen der hauptsächlich protestantischen (Loyalists bzw. Unionists) Bevölkerung mit den vorwiegend römisch-katholischen Republicans bzw. Nationalists von den späten 1960er bis weit in die 1990er Jahre, bis zum Belfast Agreement' von 1998. Paramilitärische Gruppen wie die Provisional IRA', die darauf abzielten, die britische Herrschaft in Nordirland zu beenden, lieferten sich erbitterte Kämpfe mit der Ulster Voluteer Force, in die auch die Britische Armee und Polizei (Royal Ulster Constabulary) involviert waren. Bomben, Ermordungen und Straßenkämpfe - auch außerhalb Nordirlands - waren an der Tagesordnung. Die Ursprünge dieser Auseinandersetzungen lassen sich weit zurück in die Geschichte bis 1690 verfolgen.
Die Gegend um die Shankill Road, in der die meisten Toten der Troubles zu beklagen waren, ist für seine Murals (Wandmalereien) bekannt, die Sympathien für die Loyalisten bezeugen. Paramilitärische Gruppen der Loyalisten wie der Ulster Defence Association' (UDA) und Ulster Volunteer Force' (UVF) hatten hier ihre Heimat. Bei einer dieser Aktionen wurde der Führer der UDA, Johnny Adair, aus seinem Haus in der unteren Shankill Road ausgewiesen. Eine besonders berüchtigte Gruppe in der Shankill Road wurde in den 1970er Jahren als Shankill Butchers' bekannt. Die Gegend um die Shankill Road blühte einst mit der Leinenindustrie auf, hinterließ aber bei ihrem Niedergang im 20. Jahrhundert eine hohe Arbeitslosigkeit.
Neben der Shankill Road zählt die Falls Road zu den Haupteinfallachsen nach Belfast. Der Name "Falls Road", oder häufiger The Falls Road (Road of the Hedgerows'), steht synonym für eine katholische oder republikanische Gemeinschaft, während die benachbarte Shankill Road vorwiegend für Protestanten aus der Arbeiterklasse steht.
Beide Straße sind durch die 1969 durch die britische Armee errichtete Peace Line' getrennt. Insgesamt wurden in der Zeit von 1969 bis 2001 1.500 Menschen getötet. Ein Vermächtnis der Troubles ist, daß paramilitärische Loyalist- und Republikanergruppen in kriminelle Geschäfte und organisierte Verbrechen verwickelt sind. Am 20. Dezember 2004 wurden
£ 26,4 Mio aus der Northern Bank in Belfast gestohlen und die Polizei machte die IRA verantwortlich. Während der Troubles waren paramilitärische Gefangene in dem berüchtigten HM Prison Maze' inhaftiert, umgangssprachlich besser als Long Kesh' oder The Maze' bekannt, das in der Nähe von Lisburn, 9 Meilen südlich von Belfast, lag. Das Gefängnis und die Insassen spielten besonders im Irish Hunger Strike' von 1981 eine herausragende Rolle. Der Streik dauerte fünf Jahre und begann mit dem Blanket Protest', bei dem sich die Gefangenen weigerten, normale Gefängniskleidung zu tragen, als ihnen der Special Category Status' entzogen wurde, der sie als Kriegsgefangene behandelte. Sie weigerten sich, sich zu waschen, beschmierten die Zellenwände mit ihren Exkrementen, außerdem nahmen 1980 sieben Gefangene an einem Hungerstreik teil, der erst nach 53 Tagen beendet wurde. Der zweite Hungerstreik fand 1981 statt und wurde zu einer Kraftprobe zwischen den Gefangenen und der Premierministerin Margaret Thatcher. In diesem Streik wurde einer der Teilnehmenden, Bobby Sands, zum Abgeordneten gewählt und das Medieninteresse aus der ganzen Welt richtete sich auf ihn. Der Streik wurde nach dem Hungertod von
10 Teilnehmern abgebrochen. Sands war einer der Toten und wurde von 100.000 Trauernden auf den Friedhof begleitet. Durch diesen Streik wurde Sinn Fein' (gälisch: We Ourselves') in Nordirland eine etablierte politische Partei. Das Gefängnis wurde 2000 geschlossen und 2006 abgerissen.
Der Sitz der Northern Ireland Assembly' liegt im Stadtteil Stormont, das unter dem Belfast Agreement geschaffen wurde. In dem Executive Committee' oder "kräfteteilenden Kabinett", das unter dem Agreement geschaffen wurde, teilen sich Nationalisten und Unionisten die Macht in Form einer Consociational Democracy', eine Regierungsform einer tief gespaltenen Gesellschaft, in der alle Gruppen repräsentiert sind. 1998 wurde ein regionales Parlament als Resultat des Belfast Agreement geschaffen, aber vom Oktober 2002 bis 13. Oktober 2006 ausgesetzt. Danach einigten sich die britische und irische Regierung auf einen Roadmap' genannten Plan, um das regionale Parlament wiederherzustellen. Nach dem Ende der Auseinandersetzungen kann man sich heute in einem Taxi zu der Peace Line, den Trouble Spots und den Murals fahren lassen.
Belfast blühte im 18. und 19. Jh. als kommerzielles und industrielles Zentrum auf und wurde 1888 von Königin Viktoria zur City' ernannt. Die Industrie beruhte vor allem auf Leinenherstellung, Produktion von Tauen, Tabakindustrie, Schwerindustrie und Schiffbau. Die Schiffswerft von Harland and Wolff war während der Glanzzeit der Ozeandampfer eine der bedeutendsten Schiffswerften Europas. Sie wurde mit bis zu 35.000 Arbeitern zur größten Schiffswerft der Welt und baute so bekannte Schiffe wie die Titanic'.
Das 1906 erbaute Rathaus beeinflusste mit seinem Neo-Barock das Victoria Memorial' in Calcutta in Indien und Durban City Hall in Süd-Afrika. Das im orientalischen Stil erbaute Grand Opera House' wurde 1895 eröffnet. Bei den Feierlichkeiten zum Ende des Zweiten Weltkrieges besuchten Eisenhower, Oberster Kommandeur der Alliierten Streitkräfte und die Feldmarschälle Bernard Montgomery and Alan F. Brooke Galaaufführungen des Theaters. Von 1949 bis 1972 diente es als Kino, wurde aber nach Zerstörung während der Troubles und Wiederaufbau 1980 erneut Theater. Für den Liebhaber von Pubs hält Belfast eine Besonderheit in der Great Victoria Street bereit: Der kunstvoll verzierte Crown Liquor Saloon' ist die einzige Bar, die dem National Trust seit den 1970er Jahren gehört. Als an example of the very richest and most mellow period of pub architecture' beschrieben, grenzt es an ein Wunder, dass es sie noch gibt. Sie ist die berühmteste - und am meisten bombadierte Bar Belfasts, deren farbige Fenster regelmäßig durch Bomben in Trümmer gelegt wurden. Sie hatte das Pech, gegenüber dem Europe-Hotel zu liegen, einem bevorzugten Angriffsziel der IRA. Belfasts Drinking Classes' waren hart im Nehmen, sie tranken unverzagt weiter ihr Crown's Guinness, ihre Weine und Biere und ihren Whiskey. Sie hielten es mit dem Spruch, der auf einem Schild geschrieben war, das eine mysthische Tierfigur aus Holz hält: Audentes Fortuna Juvat - Fortune Favours the Bold - Das Glück ist mit den Mutigen'.
Die Bar ist eine der Top Attraktionen von Belfast und wurde international berühmt als Schauplatz für Odd Man Out' mit James Mason. Viele Schauspieler, die im gegenüberliegenden Theater gespielt haben, tranken hier ihr Bier. Die Paneele in der Crown Bar wurden ursprünglich für die Britannic', das Schwesterschiff der Titanic, hergestellt.Südlich von Belfast kommt man durch die ebenfalls durch Troubles berüchtigten Städte Portadown und Armagh und Polizeistationen der Royal Ulster Constabulary, die früher mit Stacheldraht und spanischen Reitern zur Sicherheit verbarrikadiert waren. So konnte des auch passieren, dass man plötzlich vom Militär gestoppt wurde. Mit dem Maschinengewehre im Anschlag, greller Scheinwerferbeleuchtung und Armeefahrzeugen versuchten britische Soldaten bei diesen Straßenkontrollen, verdächtige Personen zu erspähen.
Zum Abschluss des Kapitels noch ein Lied von Tom Sands, dass die damals aussichtslose Lage der Troubles schildert. Tom Sands ist Mitglied der populären irischen Folk Group The Sands Family und stammt aus County Down in Nordirland.
There were roses
My song for you this evening, it's not to make you sad,
Nor for adding to the sorrows of this troubled northern land,
But lately I've been thinking, and it just won't leave my mind,
To tell you of two friends one time who were both good friends of mine.
Alan Bell from Benagh, he lived just across the fields,
A great man for the music and the dancing and the reels,
O'Malley came from South Armagh to court young Alice fair,
And we'd often meet on the Ryan Road, and the laughter filled the air.
Though Alan, he was Protestant and John was Catholic born,
It never made a difference, for the friendship it was strong.
And sometimes in the evening when we heard the sound of drums,
We said it won't divide us, we will always be the one.
For the ground our fathers ploughed in, the soil it is the same,
And the places where we say our prayers have just got different names.
We talked about the friends who died and we hoped there'd be no more.
It's little then we realized the tragedy in store.It was on a Sunday morning, when the awful news came round,
Another killing has been done, just outside Newry Town.
We knew that Alan danced up there, we knew he liked the band,
But when we heard that he was dead, we just could not understand.
We gathered at the graveside on that cold and rainy day,
And the minister, he closed his eyes, and he prayed for no revenge,
And all the ones who knew him from along the Ryan Road,
They bowed their heads and they said a prayer for the resting of his soul.Well, fear it filled the countryside, there was fear in every home,
When a car of death came prowling round the lonely Ryan Road.
A Catholic would be killed tonight, to even up the score.
Oh Christ, it's young O'Malley that they've taken from the door.
"Alan was my friend", he cried, he begged them with his fear,
But centuries of hatred have ears that cannot hear.
"An eye for an eye", 'twas all that filled their mind,
And another eye for another eye till everyone is blind.So my song for you this evening, it's not to make you sad,
Nor for adding to the sorrows of this troubled northern land,
But lately I've been thinking, and it just won't leave my mind,
To tell you of two friends one time who were both good friends of mine.
I don't know where the moral is or where this song should end,
But I wonder just how many wars are fought between good friends.
And those that give the orders are not the ones to die,
It's Bell and O'Malley and the likes of you and I.
Der Song bezieht sich auf eine wahre Begebenheit, die in der Tageszeitung Telegraph am 4. März 1998 veröffentlicht wurde:
Two shot dead in Ulster bar room
By Toby Harnden, Ireland Correspondent
TWO people were shot dead and at least two others wounded last night when gunmen opened fire on a village bar in Northern Ireland.
The attack was believed to be the work of Loyalist Volunteer Force gunmen. The dead men, one a Catholic, the other a Protestant, were drinking with friends in the Railway Bar in Poyntzpass, Co Armagh. Witnesses said two men in balaclavas burst in shortly after 9pm and ordered everyone to lie down on the floor before opening fire.
Seamus Mallon, the local nationalist Social Democratic and Labour Party MP, was one of the first at the scene. He said: "This is not just an attack on a well respected local bar. It is an attack on the entire peace process."
The Railway Bar is owned by Dessie Canavan, a brother of Tom Canavan, an SDLP councillor. A relative said: "There were only a few people in the bar at the time. One of the gunman shouted, 'Get down you bastards'. The two men were then shot as they lay there. Nobody knows why they were singled out.