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| Hastings - Battle Abbey - Bexhill-on-Sea - Eastbourne - Beachy Head / Seven Sisters - Brighton - Devil's Dyke - Glyndebourne - Wakehurst Garden - Arundel - Portsmouth - New Forest - Beaulieu - Broadlands - Winchester - Chawton - Shaftesbury - Salisbury - Wilton House - Stonehenge; Isle of Wight: Osborne House - Cowes Week - Shanklin - Sandown - Ventnor - Carisbrooke Castle - Newport - Alum Bay - Blackgang Chine |

| (1) Beachy Head, (2) Eastbourne, (3) Spinaker Tower, Portsmouth, (4)
Winchester Cathedral, (5) Seven Sisters, (6) Stonehenge |
Teacher: "When did the Battle of Hastings take place?"
Pupil: "In 1066 A.D., Sir"
Teacher: "What does A.D. mean?"
Pupil: ""After Dark, Sir!"
Hastings ist jedem Schüler durch die "Battle of Hastings" (1066) in (meist) leidvoller Erinnerung. Jedoch habe ich das solide Schülerwissen immer dadurch zerstört, dass ich fragte, "Where did the Battle of Hastings take place?" - als Antwort gab es meist ein Lachen - bis ich antwortete, "it was in Battle and not in Hastings", denn die Schlacht wurde auf dem Senlac Hill geschlagen, das heute zur Stadt Battle gehört.
Hastings' Bedeutung als Hafenstadt nahm nach dem 19. Jh. ab, weil die Stadt keinen natürlichen Hafen hatte. Deshalb müssen die Boote in Rye mit "RX" registriert werden - das ja leider auch keinen natrülichen Hafen mehr hat. Bedeutend wurde aber der Fischfang, dessen Flotte in The Stade in Hastings Old Town liegt. Aus dem Fischereihafen wurde ein Kurort and zur viktorianischen Zeit ein Seebad. Dank des Eisenbahnbaus wuchs Hastings von 3.175 (1801) Einwohner schnell auf über 85.000 Einwohner (2001).
Eine besondere Attraktion in der Old Town sind die sogenannten Net Shops, von denen man behauptet, dass sie einzigartig für Hastings sind. Sie sind Holzkonstruktionen aus geteerten Brettern, von verschiedenen Formen und Größen, die zur Lagerhaltung benutzt werden. Sie waren hoch und schmal, um Grundsteuer zu vermeiden, wurden allerdings nie zum Netzetrocknen verwendet, wie irrtümlich angenommen wurde.
In Hastings stoßen die Sandsteinschichten des Weald, die sog. Hastings Sands, in hohen Klippen östlich von Hastings ans Meer. Diese Klippen und Teile des Castle waren in jüngster Zeit starker Erosion unterworfen, bevor die gegenwärtigen Schutzwälle und die Promenade gebaut wurden. Eine Reihe von Häusern auf den Klippen nahe dem Dorf Fairlight sind in Gefahr, Opfer des Meeres zu werden. Fairlight Cove ist bei Fossiliensammlern bekannt, da dort vom Meer immer wieder Fossilien aus dem Sandstein freigesetzt werden.
1095 wurde Battle Abbey eingeweiht, um an die Schlacht von Hastings zu erinnern. Die Schlacht fand am 14. Oktober 1066 statt, nachdem William an der Küste in Norman's Bay zwischen Hastings und Eastbourne an Land gegangen war. Während der Schlacht tötete Harold Godwinson den letzten Sachsenkönig von England und zerstörte sein Armee. Danach baute William in Hastings ein Castle.
Weiter westlich kommt man nach Bexhill-on-Sea, das vom 7. Earl De La Warr zu dem exklusiven Badeort Bexhill-on-Sea entwickelt wurde. Große Häuser wurden gebaut und 1890 das luxuriöse Sackville Hotel. Hier fand 1902 das erste Autorennen im UK statt. Bexhill erlebte auch das "First Mixed Bathing", dass Männer und Frauen am selben Strand baden konnten. Heute hat Bexhill den höchsten Prozentsatz an Rentnern in einer englischen Stadt.
Eastbourne mit Siedlungsspuren, die bis in die Steinzeit reichen, hat ungefähr 93.630 Einwohner (2005). Erst im 19. Jh. begann die Stadt sich jedoch auszudehnen, teilweise dank der Eisenbahn und machte Eastbourne zu einem der großen Seebäder zu Beginn des 20. Jh. Wie alle Seebäder Englands hat die Stadt aber in der zweiten Hälfte des 20. Jh. unter dem Trend gelitten, seinen Urlaub außerhalb des UK zu verbringen. Eastbourne lebt aber immer noch vom Tourismus und hat mit hohen Summen die Stadt wieder aufpoliert: Es gibt vier Theater, zahlreiche Parks, einen Musikpavillon und Museen. Zentrum ist der 6 km lange Kiesstrand mit herrschaftlichen Hotels und Gästehäusern. Die Strandpromenade macht einen sehr gepflegten Eindruck und wird wohl deshalb auch von den (im Durchschnitt älteren) Publikum geschätzt ("Costa Geriatrica"). Östlich der Stadt sind in den 1990er Jahren mit "Sovereign Harbour" eine Marina, Geschäfte und mehrere tausend Häuser mit Luxuswohnungen enstanden.
Geographisch gesehen liegt Eastbourne am Ostende der South Downs mit den berühmten Klippen von Beachy Head und dank dieser geschützten Lage gibt es eine hohe Anzahl von Sonnentagen. In Beachy Head fallen die Kreidekalkklippen der South Downs 167m tief ins Meer ab. Zusammen mit den Seven Sisters, einer Abfolge von sieben Kalkklippen, die in unmittelbarer Nähe liegen, ist es ein Paradies zum Wandern und Radfahren, zum Hang-Gliding oder um einen Drachen steigen zu lassen. Glücklicherweise ist die Natur hier erhalten geblieben, da ursprüngliche Bebauungspläne nicht in die Realität umgesetzt wurden. Der Felsen ist berüchtigt, weil er oft zum Selbstmord (durchschnittlich 20 Menschen pro Jahr) dient.
Um die Schiffahrt zu schützen, wurde 1831 der erste Leuchtturm am Rande des Kliffs errichtet, das sogenannte Belle Tout Lighthouse. Es musste wegen der Erosion des Felsens 1999 etwa 17 m landeinwärts versetzt werden.
Wenige Kilometer weiter in Richtung Seaford blickt man auf die Serpentinen des Cuckmere River mit seinen herrlichen Mäandern und kann über Wanderwege einen herrlichen Blick auf dieSeven Sisters werfen.
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Brighton, das elegante "London by the Sea", ist wieder zu altem Pomp erwacht. Politisch in die Schlagzeilen kam die Stadt, in der neben Blackpool die großen Parteien traditionell ihre Parteitage abhalten, am 12. Oktober 1984 als die Irisch Republikanische Partei IRA einen Bombenanschlag auf das Grand Hotel ausführte, in dem die konservative Partei ihren Parteitag abhielt. Fünf Personen fielen dem Attentat zum Opfer, weitere Personen wurden schwer verletzt. Premierminister Margaret Thatcher, der der Anschlag galt, blieb jedoch unverletzt.
Ein Landmark von Brighton ist die 1866 erbaute West Pier, die seit 1975 geschlossen ist, und deren Renovierung immer wieder verschoben wurde. Am 28. März 2003 brannte ein Pavillon nieder, nach einem heftigen Sturm am 12. Juni 2004 brach der mittlere Teil des Piers völlig in sich zusammen und versank im Meer. Da der West Pier unter Denkmalschutz steht, kann er nicht abgerissen werden.
Die zweite Pier, die Brighton Pier, wurde im Mai 1899 erbaut und ist heute noch sehr beliebt.
Die "Lanes" liegen im Herzen der Altstadt von "Brighthelmstone", voller Geschäfte und Restaurants, in einem Gewirr von Gassen auf einer Quadratmeile. Hier waren Markt, Monastic Farm, Poorhouse, Fishermen's Cottages, kurzgesagt, "the hustle and bustle of every day life". Viele der Häuser sind älter als sie aussehen, da die Vorderseite neu gestaltet wurde. Hier machte Laurence Olivier seinen Bühnenstart, hier spielten die Beatles, hier ist 'the oldest public house' in town, (a title hotly debated!), the oldest house (ditto!), Graham Greene's Lieblingspub und Oscar Wilde's Lieblingsrestaurant.
In der Nähe von Brighton liegt das Trockental des Devil's Dyke, von dem man irrtümlicherweise annahm, dass er durch Eiszeittätigkeit entstanden ist. Volkstümlich erklärt man das Tal als Werk des Teufels. Er schuf einen Graben, damit das Seewasser die vielen Kirchen im Weald von Sussex zerstören sollte. Das Graben störte eine alte Frau, die eine Kerze anzündete, wodurch ein Hahn zu krähen begann. Der Teufel glaubte, dass der Morgen bereits anbrach und floh - und hinterließ einen unvollendeten Graben. Zur viktorianischen Zeit war der Dyke eine Touristenattraktion mit Jahrmarkt und es wurden eine Eisenbahn und eine Zahnradbahn gebaut, von denen man heute noch Spuren sehen kann.
Fährt man auf der A 27 landeinwärts in Richtung Lewes, stößt man in Glyndebourne auf eine typische birtische Besonderheit. Es handelt sich um ein 700 Jahre altes Landhaus, wo seit 1934 die jährliche Glyndebourne Festival Opera stattfindet. Im 19. Jh. kam das Haus in den Besitz der Langham Christie Familie, die es erheblich erweiterte. John Christies Begeisterung für Musik ließ ihn regelmäßig Amateur-Opernabende aufführen und an einem solchen Abend traf er seine spätere Frau, die aus Sussex stammende kanadische Sopransängerin Audrey Mildmay. Bei Besuchen der Festivals in Salzburg und Bayreuth kam ihnen die Idee, in Glyndebourne eine professionelle Oper zu beginnen. Als Anbau zum Orgelraum bauten die Christies ein vollständig ausgestattetes Theater mit 300 Sitzplätzen und einem Orchestergraben für ein Symphonieorchester. Sie engagierten den Dirigenten Fritz Busch als ersten Musikdirektor, den Intendanten der Städtischen Oper in Berlin als künstlerischen Leiter und Rudolf Bing bis 1949 als Manager - alles Flüchtlinge aus Nazi-Deutschland. Am 28. Mai 1934 wurde die sechswöchige Saison mit einer Aufführung von Le nozze di Figaro eröffnet, gefolgt von Cosi fan tutte. Am 28. Mai 1994 wurde ein neues Theater für 1.200 Zuschauer eröffnet und mit der Aufführung von Le nozze di Figaro eröffnet. Die Baukosten beliefen sich auf £ 34 Mio. Die Größe des Theaters haben einen Vorteil - es ist leichter geworden, eine Karte zu ergattern. Und noch eine Besonderheit gibt es bei den Aufführungen, bei denen die Pause besonders wichtig ist. Dann sitzt man in gemütlicher Runde in festlichem Gewand auf dem Rasen beim Picknick mit Champagner.
Nördlich von Haywards Heath liegt Wakehurst Place Garden mit ummauerten Garten, Wassergärten, Wald- und Feuchtgebieten, verwaltet von den Royal Botanic Gardens in Kew . Der Wellcome Trust, der mit dem Millennium Seed Bank Project eine internationale Saatenbank beherbergt, wurde 2000 eröffnet. Das Ziel des Projektes ist es, bis 2009 Samen von 10% der Weltflora zu konservieren, um sie vor der Ausrottung zu retten. Wakehurst hat mit 35 m den größten natürlichen Weihnachtsbaum, der mit ungefähr 1.800 Lichtern vom Advent bis Heilige Drei Könige erleuchtet wird.
Auf der küstenparallel verlaufenden A 27 wird man in Arundel von weitem von Arundel Castle begrüßt. Arundel Castle geht auf die Herrschaft von Edward the Confessor zurück und wurde von Roger de Montgomery vollendet. Im 16. Jh. kam das Schloß durch Heirat an die Dukes of Norfolk, heute wohnt hier der 18. Duke of Norfolk mit seiner Familie. Die Dukes sind Earl Marshals, einer der 8 höchsten Staatsoffiziere, deren Aufgabe es ist "to have power to order, judge, and determine all matters touching arms, ensigns of nobility, honour, and chivalry; to make laws, ordinances, and statutes for the good government of the Officers of Arms; to nominate Officers to fill vacancies in the College of Arms; to punish and correct Officers of Arms for misbehaviour in the execution of their places." Als 1846 Königin Viktoria mit ihrem Gemahl Prinz Albert zu Besuch kam, entwarf der Duke einen völlig neuen Flügel für seine Gäste und traf damit voll den Geschmack der Königin. Diese Räume sind praktisch unverändert und können heute als 'Victoria Rooms' besichtigt werden.
Einen nächsten Stop empfehle ich in Portsmouth, einer Stadt, die sich heute sehr gepflegt präsentiert. Bereits bei der Einfahrt in die Stadt wird man von stilisierten Segeln gegrüßt, die auf die marine Bedeutung der Stadt als (Kriegs-) Hafen hinweisen. Überragt wird die Stadt von dem Spinnaker Tower, einem 170 m hohen Aussichtsturm, Herzstück eines 130 Mio. € teuren Umgestaltungsprogramms des Hafens von Portsmouth. In den Historic Dockyards kann man neben anderen historischen Schiffen die H.M.S.Victory besichtigen, Nelsons Flaggschiff bis zur Schlacht von Trafalgar 1805. Sie wurde zwischen 1759 und 1765 auf der Chatham Schiffswerft in Kent gebaut.
Die Schlacht von Trafalgar, westlich des Kaps Trafalgar in Südwest-Spanien, war die entscheidenste Seeschlacht der Napoleonischen Kriege. Am 21. Oktober traf die British Navy mit 27 Schiffen hier auf eine spanisch-französische Flotte von 33 Schiffen. "England expects that every man will do his duty" war das Signal, das Admiral Horatio Nelson, 1st Viscount Nelson, von seinem Flaggschiff HMS Victory aussandte, als die Battle of Trafalgar am 21. October 1805 begann. Die Franzosen und Spanier verloren 22 Schiffe, die Briten keines. Nelson starb am selben Tag, von einer Kugel getroffen, hatte aber bereits seinen Ruhm als Britanniens größter Seeheld erworben.
Am Strand von Southsea wird man plätzlich durch ein dumpfes Grollen erschreckt, wenn ein Hovercraft von der gegenüberliegenden Insel Wight an Land geht. Die Luftkissenboote, eine britische Erfindung, werden auf der Insel gebaut und "fliegen" in knapp 10 Minuten über den Solent, die Meerenge zwischen der Insel Wight und dem Festland.Der neue BHT 130 Hovercraft, am 7. Juni 2007 in Betrieb genommen, hat 130 Sitzplätze und ist neben Freedom 90 und Island Express der dritte Hovercraft. Der Hovercraft war von dem Ingenieur Christopher Cockerell aus Somerleyton in Suffolk entwickelt worden. Auf den Norfolk Broads hatte er mehrere Blechdosen mit Katzenfutter gefüllt. Dann blies er mithilfe eines Druckluftgebläses einen Luftstrahl zwischen die innere und äußere Wand der Blechdosen um zu beweisen, dass eine Maschine auf einem Luftkissen fahren konnte. Er führte seine Erfindung dem Verteidigungsministerium vor und die Firma Saunders-Roe, ein Flugzeugfirma in East Cowes auf der Insel Wight, wurde beauftragt, einen Hovercraft zu bauen.
Umfährt man das Southampton Water, geographisch gesprochen eine Riasküste (ein ertrunkenes Flusstal), die von den Flüssen Test, Itchen und Hamble gebildet wurde, gelangt man in den New Forest, der trotz seines irreführenden Namens alt ist. Er war ursprünglich bewaldet, aber bereits zur Steinzeit teilweise gerodet worden. Die geringe Bodenqualität sorgte jedoch dafür, dass sich hier eine Heide entwickelte und nicht Ackerland. William the Conqueror machte ihn 1079 zum Royal Forest, um Rotwild zu jagen. 2005 war noch 90% im Besitz der Krone, die Hälfte davon gehört zum neuen Nationalpark. Mit der Zeit wurden den Bewohnern des New Forest verschiedene "Rights of Common" gewährt. Sie durften Ponies, Vieh, Esel und Schafe weiden lassen, Holz sammeln, Torf stechen, Ton graben und Schweine von September bis November Eicheln fressen lassen. Der New Forest ist von hohem ökologischen Wert, da es hier viele Tier- und Pflanzenarten gibt, die anderswo ausgestorben sind. Insgesamt umfasst der neu geschaffene Nationalpark 571 qkm.
Beaulieu ist ein kleines Dorf im New Forest, das sich wenig verändert hat und von vielen Touristen besucht wird, weil es im Palace House am Beaulieu River, Stammsitz eines Zweigs der Montague Familie seit 1538, das British National Motor Museum beherbergt. Das 1952 eröffnete Museum beherbergt eine wichtige Sammlung von historischen Autos einschließlich vier Landrekordhaltern: Sir Malcolm Campbells 1924 Blue-Bird, den 1964 Bluebird CN7 von Sohn Donald Campbell, den 1927 Sunbeam 1000 HP (das erste Auto, das 200 Meilen /Std. erreichte) und den 1929 Irving-Napier Special 'Golden Arrow', die beide von Major Henry Segrave gefahren wurden.
Nördlich von Southampton liegt in der Nähe von Romsey in der Grafschaft Hampshire Broadlands, der Landsitz von Lord Romsey, dem Enkel des Earl Mountbatten of Burma, dessen Grab sich in Romsey Abbey befindet. Das Haus wurde im Palladian Stil umgebaut und Lancelot 'Capability' Brown gestaltete das Gelände zwischen Haus und Fluss zu einem 'gentle descent to the river'. Hier lebte der
"Admiral of the Fleet", Louis Francis Albert Victor Nicholas George Mountbatten, 1st Earl Mountbatten of Burma, KG, GCB, OM, GCSI, GCIE, GCVO, DSO, PC (1900-1979), der eine faszinierende Persönlichkeit war: britischer Admiral, Staatsmann und Onkel von Prince Philip, dem Duke of Edinburgh. Er war der letzte Vizekönig und erste Governor-General des unabhängigen Indiens, First Sea Lord wie sein Vater. Mountbatten ist der Familienname, der von den Battenbergs im Ersten Weltkrieg wegen antideutscher Stimmungen in England angenommen wurde, eine wörtliche Übersetzung des Wortes "Battenberg". Er wurde 1979 von der Provisional Irish Republican Army (IRA) ermordet, die eine Bombe in seiner Jacht in Mullaghmore, County Sligo, in der Republik Irland zündete.
Der Name "Battenberg" bleibt wegen des Battenberg Cake in Erinnerung, einer Biskuitrolle aus Marzipan mit einem zweifarbigen Kreuzmuster in Pink und Gelb. Nach einer Theorie soll der Kuchen 1884 zur Hochzeit einer Enkelin von Queen Victoria mit Prince Louis of Battenberg kreiert worden sein. Die vier Quadrate sollen die vier Battenbergprinzen Prince Louis of Battenberg, Alexander, Prince of Bulgaria, Prince Henry of Battenberg, and Prince Francis Joseph of Battenberg darstellen.
Winchester hat ungefähr 40.000 Einwohner und war im 10. und 11. Jh. Hauptstadt von England und davor vom Königreich Wessex. Winchester Cathedral, die zweitlängste Kathedrale in Europa, wurde ursprünglich 1079 erbaut. Die Architektur reicht vom 11. bis 16. Jh. Hier liegen zahlreiche Bischöfe von Winchester und eine Reihe von Monarchen begraben. In der Mitte des 9. Jh. war es einmal ein wichtiges Pilgerzentrum mit dem Schrein des Saint Swithun, Bischof von Winchester. Von 1905-1912 wurde die Kathedrale in einem dramatischen Rettungsakt mit 25.000 Zementsäcken, 115.000 Zementblöcken und 900.000 Ziegelsteinen vor dem Einsturz bewahrt. Der Taucher William Walker arbeitete dafür sechs Jahre lang jeden Tag sechs Stunden in einer Tiefe bis 6 m.
Heute wird die Kathedrale von vielen besucht, weil die Schriftstellerin Jane Austen (1775-1815), die in Winchester starb, im nördlichen Mittelgang des Hauptschiffs begraben ist. Ein weiterer Grund für die Popularität ist, dass der Schriftsteller Anthony Trollope (1815-1882) seine Romane über das kirchliche Leben im 19. Jh., wie die Chronicles of Barsetshire in der Kathedrale und der damit verbundenen Diözese spielen ließ. 2005 wurde die Kathedrale Schauplatz für den Da Vinci Code, wobei das nördliche Querschiff den Vatikan darstellte.
Außerdem ist sie wahrscheinlich die einzige Kathedrale, über die populäre Songs geschrieben wurden, wie "Winchester Cathedral",Winchester Cathedral, You're bringing me down, You stood and you watched as My baby left town...ein UK Top Ten Hit und 1966 ein US Number One Song für The New Vaudeville Band. Im südlichen Querschiff ist die "Fishermen's Chapel," mit dem Grab von Izaak Walton, dem Author von The Compleat Angler, der 'Bibel' des Anglers, die seit 350 Jahren gedruckt wird.
Winchester Castle ist wegen seiner Great Hall bekannt, in der seit dem 14. Jh. King Arthur's Round Table hängt. Die Namen der legendären Knights of the Round Table sind um den Rand der Tafel geschrieben, überragt von King Arthur auf seinem Thron.
Winchester College ist eine Public School, von William of Wykeham für arme Jungen gegründet, bevor sie das New College in Oxford für eine Ausbildung als Theologen besuchten.
Jane Austen lebte in Chawton in der Nähe von Alton, einem Dorf mit heute knapp 400 Einwohnern. Jane Austens Bruder Edward, überredete 1809 seine Schwester und Mutter hier in ein Haus zu ziehen, das als "Jane Austen's House" heute pro Jahr 30.000 Besucher zählt. Jane wohnte hier von 1809 an bis sie wegen ihrer Krankheit nach Winchester zog, um in der Nähe des Arztes zu wohnen. Dort starb sie am 18. Juli 1817. In dem Haus schrieb sie viele ihrer Bücher, wie z.B. Sense and Sensibility (1811), Pride and Prejudice (1813) und Mansfield Park (1814).
Auf der A 30 gelangt man nach Shaftesbury, "an ancient Saxon hilltop town", in Nord-Dorset. Die Stadt liegt 200 m hoch auf einem Kalk- und Grünsandhügel und ist eine der ältesten und höchstgelegenen Städte Britanniens. Haupteinkommensquelle ist der Tourismus. Berühmt ist Gold Hill, eine steile gepflasterte Straße, die das Deckblatt von zahllosen Büchern über Dorset und das ländliche England ziert. Es wurde wahrscheinlich am häufigsten in den 1970er und 80er Jahren in dem Werbespot von Hovis Brot benutzt ("Don't say brown, say Hovis"). Die Stadt wurde literarisch in Thomas Hardy's Wessex als Shaston verewigt, z.B. in Jude the Obscure.Salisbury nennt sich auch manchmal "New Sarum", um es von seiner ursprünglichen Siedlung "Old Sarum" zu unterschieden. Salisbury liegt in Wiltshire am Rand der Salisbury Plain. Die Ursprünge der Stadt gehen auf die Eisenzeit zurück. Die Römer nannten sie "Sorviodunum", die Normannen "Searesbyrig" oder "Seresberi". Im Domesday Book erschien es als "Salesberie".
Die erste Kathedrale wurde in Old Sarum (1075-1092) von St. Bishop Osmund erbaut. Da sich das Verhältnis zwischen Kleros und Militär verschlechterte, wurde entschieden, eine neue Kathedrale an anderer Stelle zu bauen. Der Neubau begann 1220 im Early English Stil in New Sarum. Der 123 m hohe Kirchturm wurde später gebaut und ist der höchste im UK. Der Roman Sarum von Edward Rutherfurd ist eine erfundene Darstellung der Geschichte von Salisbury. Salisbury war im 18. Jahrhundert eine bedeutendes Musikzenturm. James Harris, ein Freund Händels, leitete mit vielen berühmten Musikern und Sängern in den Assembly Rooms fast 50 Jahre Konzerte bis zu seinem Tod.
Die nächstgelegene Stadt ist Wilton mit Wilton House, Landsitz der Earls of Pembroke seit mehr als 400 Jahren. Das heutige Gebäude wurde von Inigo Jones an der Südfront im Palladian Style, der Rest im English Style erbaut. Im 19. Jahrhundert wurde das Haus von James Wyatt im gotischen Stil modernisiert. Besonders sehenswert sind die State Rooms. Die Gärten wurden 1632 begonnen, eine der ersten Gärten mit Parterres, symmetrisch angelegten Pflanzbeeten, die von Hecken umgeben waren. Später, als die Beete durch Rasen ersetzt wurden, wurde die Palladian Bridge über den Fluß Nadder vom neunten Earl entworfen. Das Haus wird oft als Englands schönster Landsitz genannt. Szenen von Stanley Kubricks Film Barry Lyndon wurden hier gefilmt und einzelne Räume sind Innenansichten von Pemberley im Film Pride and Prejudice' von Jane Austen. Szenen aus 'The Young Victoria', ein Film über die jungen Jahre von Königin Viktoria, wurden ebenfalls in Wilton gefilmt.
Höhepunkt jeder Reise zur Salisbury Plain ist Stonehenge in Wiltshire. Als "henge" wird eine prähistorische, ovale oder runde architektonische Struktur bezeichnet, die von einem Erdwall mit einem Graben umgrenzt ist. Früher konte man die prähstorischen Steine in aller Ruhe besichtigen, sie berühren und kleine Kinder kletterten auf ihnen herum. Heute wird man an Hand einer Audiotour im weiten Kreis um die Steine herumgeführt. Es wird sogar diskutiert, ob man das Monument nicht ganz schließt und in einem Museum nachbaut. Archäologen datieren die Entstehung der Standing Stones auf 2200 v. Chr. Die frühesten Teile, den Erdkreis und den Graben sogar auf 3100 v. Chr. Sie kamen 1986 zusammen mit dem Avebury Henge auf die UNESCO Liste der World Heritage Sites. Es ist eine Wallfahrtstätte für Neo-Druiden geworden, die heidnischen Glauben huldigen und in den 1870er Jahren Besucher zum Mittsommeraufgang anzog. Nach der Schlacht von Beanfield am 1. Juni 1985, als ein Autokonvoy von mehreren hundert New Age Travellers das 14. Stonehenge Free Festival in Wiltshire feiern wollten und die Polizei brutal einschritt, wurde es für mehrere Jahre verboten.
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1967 schrieb Paul McCartney während seines Aufenthaltes
in einem Ferienhaus auf der Insel Wight das Lied When I'm Sixty Four:
When I get older losing my hair,
Many years from now.
Will you still be sending me a valentine
Birthday greetings bottle of wine.und in einem der weiteren Verse heisst es:
Every summer we can rent a cottage,
In the Isle of Wight, if it's not too dear
We shall scrimp and save
Grandchildren on your knee
Vera ,Chuck & Dave
(1) Osborne House, (2) Cowes Week and Royal Yacht Britannia, (3) Shanklin, (4) The Needles
Es kommt nicht von ungefähr, denn hier urlauben vor allem (Groß-) Familien aus Nordengland und Schottland. Genauso typisch ist der Aufkleber, den man auf der Insel kaufen kann: We've been abroad - on the Isle of Wight!
Die Erklärung ist einfach: Wegen der Nähe zum Festland ist - oder war - die Insel ein beliebtes Ziel der Briten. Die Arbeiterklasse war früher etwas zögerlich, ihren Urlaub im Ausland zu buchen (zu viele Ausländer, fremde Sprachen, schlechtes Essen usw.). So war die Insel Wight die Lösung, da sie alle Aspekte eines Auslandsurlaubes hatte: Man musste mit einem Schiff übers Meer fahren, aber nicht zu lange, war also nicht mehr in England, hatte es aber noch im Blick, hatte mit dem geliebten Pfund die gewohnte Währung und vor allem das gute englische Essen...
Autofähren bringen den Besucher von Portsmouth nach Fishbourne oder Ryde oder von Lymington im New Forest nach Yarmouth zur Insel Wight entscheiden. Daneben gibt es noch vier FastCat Katamarane, die zwischen Portsmouth Harbour and Ryde Pier verkehren. Die Fährgesellschaft "Wightlink" mit ihren Vorgängern blickt auf eine Geschichte von 160 Jahren zurück. Seit 1984 als Sealink UK Ltd, das zu British Rail gehörte, privatisiert wurde, hat die Gesellschaft mehrfach den Besitzer gewechselt. Um nur einmal einen Eindruck zu geben, was dank dem Thatcherschen "Free Enterprise" so geschieht: Bei der Privatisierung bekam die Gesellschaft den Namen Sealink British Ferries, wurde anschließend von 'Sea Containers Limited' in Bermuda gekauft und in 'Wightlink' umbenannt, 1995 wurde sie durch einen Management Buy-in privat und kam 2005 an den Macquarie European Infrastructure Fund. Wightlink transportiert über 5 ½ Mio Passagiere, mehr als 1,2 Mio Autos und 200.000 Busse und Lkws jährlich auf den drei Routen zur Insel.
Die Insel ist rund 35 km lang und bis zu 20 km breit. Auf einer Fläche von 381 qkm leben rund 138.400 Menschen (2004). Geologisch gesehen gehört die Insel zur südenglischen Kreideformation. Landschaftliches Merkmal sind Hügel, die sich im Zentrum über die gesamte Insel ziehen, um am westlichen Ende von Wight vor den Needles, drei bis zu 30 m aus dem Meer ragenden Kreidefelsen, steil ins Meer abzufallen. Wight hat eine der kürzesten britischen Eisenbahnlinien: Die Island Line hat gerade einmal 13,6 Kilometer von Ryde Pier Head nach Shanklin im Osten der Insel. Alte Züge der Londoner U-Bahn, Baujahr 1938, fahren auf dieser Strecke.
Victoria I., Königin von England, hatte auf der Isle of Wight in Osborne House ihre Sommerresidenz in East Cowes. Hier starb sie am 22. Januar 1901 in den Armen ihres Enkels Kaiser Wilhelm II., genannt "Kaiser Bill". Sie kaufte 1845 das Haus als private Rückzugsstätte für sich und ihre Familie und ließ es umfangreich im italienischen Stil umbauen und erweitern. Zum Haus gehören neben mehreren hundert Hektar Land noch einige weitere Häuser wie Bladon Manor. Im weitläufigen Park wurde als Spielhaus für die Kinder ein Schweizer Berghaus, das Swiss Cottage, gebaut. Ihr Thronfolger King Eduard VII. hatte nach dem Tod seiner Mutter keine sinnvolle Verwendung mehr für das Anwesen und schenkte es 1903 der britischen Nation.
Direkt neben Osborne House liegt Barton Manor, einst Teil des königlichen Besitzes, das heute ein landwirtschaflicher Betrieb ist, der auch Wein anbaut. Sehenswert ist der riesige Park, den man besichtigen kann.
Das wichtigste Ereignis auf der Insel ist die weltberühmte Segelregatta Cowes Week, die jeden August Hundertausende von Besuchern auf die Insel zieht. Früher lag während dieser Woche die Royal Yacht Britannia im Solent vor Anker und Ausflugsboote boten Fahrten um die königliche Jacht an. Andere wichtige Segelveranstaltungen in Cowes sind der Start des Admiral's Cup im Juli und der Commodores Cup im August.
Shanklin ist ein beliebtes Seebad, dessen Attraktionen das Old Village am Ausgang des "Chine", ein zum Meer tief eingeschnittenes Flußtal ist. Die Esplanade auf dem Cliff ist mit Hotels und Restaurants und mit den traditionellen Seaside Attractions bebaut.
Es gibt zwei Theater, das Shanklin Theatre am Ende der High Street und das Portico Theatre in Shanklin Old Village. Gern werden hier die Ohrwürmer des Zweiten Weltkriegs wie "We'll be hanging our Washing on the Siegfried Line", "Adolf Run, Adolf Run, Adolf Run Run Run, now that the Fun has Begun, Gun Gun", "There' be Blue Birds over the White Cliffs of Dover", "There' ll always be an England", "We'll Meet Again" für die zumeist ältere Zuhörerschaft gesungen. Die High Street, in der der Dichter John Keats 1819 im Eglantine Cottage sein erstes Buch von Lamia beendete, setzt sich im Old Village fort, wo der amerikanische Dichter Longfellow im malerischen 'Crab Inn' wohnte.
Shanklin hat zwei Strände, 'Small Hope Beach' und 'Hope Beach', die miteinander verbunden sind. Small Hope Beach hat viele Beach Huts, die man mieten kann, daran schließt sich die breitere Hope Beach an, die weiter nördlich auf Sandown Beach stößt. Zur Esplanade gibt es einen Cliff Lift. Die Pier ist (leider) 1987 dem großen Sturm zum Opfer gefallen.
Sandown, ist ein viktorianisches Seebad mit breiten Sandstränden. Auf der Esplanade stehen Hotels im viktorianischen und edwardischen Stil, außerdem gibt es eine Pier mit der üblichen Amusement Arcade und am Ende einen Platz für Angler. Nördlich davon liegt Culver Down aus Kreidekalk, ein Naturschutzgebiet mit seltenen Pflanzen- und Tierarten, das früher militärisch genutzt wurde.
Ventnor, ganz im Süden, zieht sich von den Klippen zum Meer hinab, der obere Teil nennt sich Upper Ventnor, das eigentliche Ventnor liegen unten direkt am Meer. Diese geschützte Lage erzeugt ein Mikroklima mit mehr Sonne und weniger Frost als in anderen Teilen des UK, daher wachsen hier subtropische Pflanzen und es gibt den Ventnor Botanic Garden. Ein großer Teil des Ortes leidet unter Erdrutschen, so dass bereits viele Gebäude Opfer von Absenkungen und Klippenabstürzen wurden. Daher gilt hier "We live near the sea and are getting nearer every day."
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Carisbrooke Castle ist ein historisches Castle in der Nähe von Newport. Früheste Anfänge gehen auf die Römer zurück und im 8. Jh. hatten die Sachsen hier eine Festung. William the Conqueror schenkte die Insel seinem Freund William FitzOsbern, der in Carisbrooke eine hölzerne Befestigung baute, die im Domesday Book genannt wird. Im 20. Jh. war es Wohnsitz der Tochter von Königin Viktoria, The Princess Beatrice, die von 1896 - 1944 'Governor' der Isle of Wight war.
Newport ist die County Town der Insel und beherbergt im Vorort drei Gefängnisse, das berüchtigte Parkhurst Prison, Camp Hill, und Albany. Parkhurst and Albany gehörten einmal zu den Top Security Gefängissen des UK. Parkhurst wurde in den 1990ern nach einer spektakulären Flucht heruntergestuft. Drei Gefangene - zwei Mörder und ein Erpresser - waren 1995 für vier Tage ausgebrochen und hielten sich in Ryde versteckt, nachdem es ihnen nicht gelungen war, ein Flugzeug zu entwenden. Parkhurst Prison war eines der härtesten Gefängnisse GBs mit Schwerverbrechern wie den Posträubern von 1963, dem Yorkshire Ripper Peter Sutcliffe und den Kray Zwillingen.
Alum Bay ist eine Bucht im äußersten Westen der Isle of Wight, zu der man mit einem Sessellift gelangt. Bekannt ist Alum Bay für ihre Klippen aus farbigen Sandsteinschichten, die senkrecht zum Meer abfallen. Von Rot über Braun bis hin zu Schwarz gibt es dort alle Farben des Sandes. Von Alum Bay aus kann man per Schiff die Needles umfahren. Die Felsen und das Lighthouse sind Iconen der Insel Wight geworden.Nahe Ventnor im Süden ist Blackgang Chine, das sich in die weichen Kalkklippen eingeschnitten hat. Durch die darunterliegenden Schichten der Gault-Tone kam es zu einer Reihe von Erdrutschen, besonders in den 1920er Jahren, die der Gegend ein raues und spektakuläres Aussehen verleihen. Hier liegt der Blackgang Chine Amusement Park, der 1843 von dem viktorianischen Unternehmer Alexander Dabell errichtet wurde, in dessen Familienbesitz er noch heute ist. Es ist der älteste Themenpark im UK - das kann man auch leider sehen - und berühmt für seine lebensgroßen Dinosaurier.
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