|
Durch Anklicken der Bilder erhalten Sie eine größere
Abbildung!
|
A tour through Norwich
Der Stadtrundgang beginn am Fluss Wensum gegenüber dem
Bahnhof. Man folgt ein paar Meter der Prince of Wales Road
und biegt hinter der Brücke nach rechts ab.
|
|
|
Der Weg führt durch den Biergarten des "Compleat Angler"
Pub.
|
|
|
Über eine Treppe kommt man zum "Riverside Walk"
, der mit kleinen bunten Plaketten in der Ziegelsteinmauer ausgewiesen
wird. Es wird Ihnen auffallen, daß hier überall recht junge Bäume
stehen; sie wurden gepflanzt, nachdem der verheerende Sturm von 1987
die alten vernichtet hatte. Auf der anderen Flußseite ist die "Mooring
Station" von Norwich, wo die Boote anlegen, die von den Norfolk
Broads kommen und hier ihren Proviant besorgen.
|
|
|
Etwas später kommt man zu Pull's Ferry, nach dem Fährmann
Pull benannt. Der Weg hoch zur Kathedrale war früher ein Kanal, auf
dem die Normannen die schweren Kalksteine aus Caen in Frankreich transportieren
ließen (die Flints, Feuersteine der Kathedrale, stammen aus Norfolk,
die mittelalterlichen Anbauten sind aus Stein aus Northampton). Da
Arbeit bekanntlich schweißtreibend ist, gibt es auf halbem Wege, wenn
man nach rechts abbiegt, den "Adam & Eve" Pub
(17, Bishopsgate) von 1249, dem ältesten von Norwich.
|
|
|
Rechts vom Weg sehen Sie die Playgrounds der King Edward VI's
School, einer Public School, d.h. einer exklusiven Privatschule,
für die Gebühren bezahlt werden müssen.
|
|
|
Die Gebäude im "Cathedral Close"
sind "erste Adresse" in Norwich, hier haben etablierte Anwälte
ihre Praxen, aber auch der Bischof von Norwich mit Familie und weitere
Kirchenbedienstete wohnen hier. Wenn Sie im 'Close' vor dem Seiteneingang
der Kathedrale liegt rechts das Grab von Edith Cavell, die
im Ersten Weltkrieg in Belgien Engländer vor den Deutschen versteckt
hielt und deshalb getötet wurde.
Auf der Rasenfläche vor der Kathedrale steht eine Statue von Admiral
Lord Nelson, der aus Burnham Thorpe (Nord-Norfolk)
stammt und in Norwich zur Schule ging. Seit seinem Sieg in der Seeschlacht
von Trafalgar (1805) ist er der (See-) Held Großbritanniens. Sein
berühmter Ausspruch vor der Schlacht lautete: "England
expects every man to do his duty."
|
|
|
Norwich Cathedral wurde unter dem ersten Bischof von
Norwich, Herbert de Losinga, im Jahr 1096 begonnen, aber erst
1278 geweiht. Sie hat einen Normannischen Grundriß, ist aber im Perpendicular
Stil (Hochgotik) erbaut, mit einem phantastischen "Fan-Vaulting",
einem fächerartig ausladendem Gewölbe, das es in ähnlich vollkommener
Weise nur in King's College Chapel (Cambridge) oder in Windsor
gibt. Der Kirchturm ist mit 96 Metern der zweithöchste Englands (die
Engländer lieben Superlative) Salisbury hat den höchsten! Gönnen
Sie sich einen Blick auf die Cloisters, die Kreuzgänge, ebenfalls
mit schönen Deckengewölbe. Seien Sie unbesorgt, wenn es Sie anstrengt,
den Kopf nach oben zu richten. Die Engländer sind praktisch denkende
Menschen und haben fahrbare Spiegel bereitgestellt, die Ihnen diesen
Kraftakt abnehmen. Durch eine kleine Tür aus der Kathedrale gelangen
Sie zuletzt in den Cathedral Shop, in dem die unermüdlichen
Helferinnen des Bischofs Souvenirs verkaufen.
|
|
|
Von dem Haupteingang der Kathedrale blicken Sie nun auf Erpingham
Gate (1420), durch das Sie auf den geschäftigen Platz "Tombland"
kommen. Hier stehen Sie an der Stelle, wo sich die sächsische Stadt
"Northwic" entwickelte (der Name kommt vom sächsischen
"toom", d. h. ein offener Raum).
|
|
|
Wenden Sie sich nach rechts und gehen entlang der Wensum Street
und biegen an der nächsten Kirche aus Flint-Steinen (hier haben die
Pfadfinder ihr Quartier) links in Elm Hill mit
seinen "cobbles", dem runden Pflaster, das jede Frau
mit Stöckelschuhen verflucht und erfreuen Sie sich an den herrlichen
Fachwerkhäusern aus dem 16. Jahrhundert, genauer gesagt von 1501,
die nach einem Feuer neu entstanden sind. Leider "have
they developed a certain patina." Der Name der Straße kommt
von einer Ulme, die traditionell auf dem offenen Platz am anderen
Ende der Straße auf einem Hügel stand. Sie ist mindestens dreimal
ersetzt worden, zuletzt 1980. Wegen des Ulmensplintkäfers wurde sie
jedoch durch eine Platane ersetzt. Als Kompensation dafür, daß man
mit einer alten Tradition brechen mußte, errichtete man neben dem
Baum eine alte Wasserpumpe. In der Straße lebten wohlhabende Händler,
bis Norwich so groß wurde, daß sie es vorzogen, außerhalb der Stadt
zu wohnen. Die Straße erhielt ihren guten Ruf dadurch, daß sechzehn
seiner Bewohner Bürgermeister oder Sheriffs waren. Um die Jahrhundertwende
war die Straße dann allerdings so verkommen, daß der Stadtrat beschloß,
die Häuser abzureißen, aber die Stimme des Oberbürgermeister bewahrte
sie davor. Danach wurde Haus um Haus renoviert. Wenn Sie einmal ruhig
stehen bleiben die Autos stören hier wirklich und genau
hinhören, vermeinen Sie vielleicht Geräusche von vielen Füßen zu hören.
Der Bauernrebell Robert Kett aus Wymondham brach hier
mit seinen 20.000 Männern im Sommer des Jahres 1549 durch, bevor sie
sich dann auf Mousehole Heath ("Kett's Heights")
auf der anderen Wensum-Seite verschanzten. Sie protestierten gegen
die hohen Steuern und das Einfrieden des Allmendlandes durch die Landbesitzer,
den Auswirkungen des sog. "Enclosure Act". Nach sechs
Wochen wurden sie durch Armeen aus London besiegt und Kett wurde in
Ketten von den Mauern des Castle gehängt, bis er qualvoll starb.
|
|
|
Am Ende von Elm Hill steht an der Ecke ein gelbliches Fachwerkgebäude,
ein Café, in dem Sie vielleicht ein Tasse Tee und hausgemachten
Kuchen probieren sollten. Sie können aber auch gegenüber, auf der
Rückseite von St. Andrew's, durch eine Pforte in der Flintmauer,
über eine Treppe in die Krypta der Kirche gelangen, wo Sie ebenfalls
Tee trinken können. So gestärkt gehen sie am Ende von Elm Hill nach
links, bei der Princes Street wieder rechts (werfen
Sie aber trotzdem zuerst noch einen Blick auf die Princes Street,
es lohnt sich, besonders abends, wenn die aus dem 18. Jahrhundert
stammenden Gebäude angestrahlt sind). Die große Kirche aus Flint
zu Ihrer rechten Seite besteht eigentlich aus zwei Teilen, St.
Andrew's and Blackfriar's Halls von 1470, die bis 1540 den
Dominikanermönchen gehörte und später den holländischen Siedlern ("Strangers")
als Kirche diente. Heute finden hier sehr weltliche Dinge statt: Flohmarkt,
Ausstellungen und im Oktober eines Jahres Schauplatz des Beer Festivals,
wenn die CAMRA (Campaign for Real Ale) hier mehr als
hundert verschiedene Biersorten, auf Gerüsten gestapelt, anbietet.
Dazu spielt eine kräftige Brass Band "all our yesterdays".
|
|
|
An der Fußgängerampel queren Sie die Straße (links lassen Sie Cinema
City liegen) und biegen links in Bridewell Alley. Gleich
links das Bridewell Museum. Die Straße hat leider viel an Charm
verloren, seit der Mustard Shop von Colman's und Hovell's
mit Produkten aus Weiden von den Broads umgezogen sind..
|
|
|
Anschließend biegen Sie nach rechts und fast gleich wieder nach links,
dort gehen Sie eine schmale Gasse hoch und kommen auf London
Street, die 1967 Englands erste Fußgängerzone wurde! Sobald
Sie einen (Durch-)Blick auf den hohen Turm des Rathauses haben, gehen
Sie halbrechts. An der Ecke zum Marktplatz mit seinen bunten Ständen
liegt rechts an der Ecke Jarrold's Namensübereinstimmungen
mit der Vorsitzenden des Freundschaftskreises in Norwich sind richtig.
Die Familie Jarrold, wie auch die Colmans, spielten zu Beginn des
vorigen Jahrhunderts eine große Bedeutung bei der Wiederbelebung der
Wirtschaft von Norwich als Folge des Niedergangs der Webereien. Das
Warenhaus wurde 1840 gebaut, die Front 1902 von George Skipper neugestaltet.
|
|
|
Vor den bunten Marktständen verläuft derGentleman's Walk,
wo man mehr als 300 Jahre lang flanierte, um dem geschäftigen Leben
des Marktes zu entrinnen. Hier war auch die Haltestellen der großen
Postkutschen von Yarmouth, London und Kings Lynn.
|
|
|
Geradeaus vor Ihnen liegt die alte Guildhall aus Flint,
früher Gericht der Stadt (mit Kleinst-Gefängnis im Keller), heute
ist hier eine gemütliche Teestube, wo sie auch die gute Schokolade
von Caley's erstehen können.
|
|
|
Links dahinter das Rathaus der Stadt, City Hall von
1926.
|
|
|
Der Markt ist der größte offene Markt in
England und wurde vor kurzem saniert, trotzdem sind die Händler
nicht zufrieden, die Miete erscheint ihnen zu hoch.
|
|
|
Neben dem Markt liegt die Kirche St. Peter Mancroft. Gegenüber
liegt das Forum, das neue Kommunikationszentrum von
Norwich mit Geldern der National Lottery errichtet, nachdem hier die
alte Bücherei abgebrannt war. Heute sind hier die Bücherei,
BBC Radio Norfolk und die Tourist Information untergebracht, daneben
laden Restaurants zum Verweilen ein.
Wenn man vor dem Forum noch einen kleinen Blick nach rechts zumRathaus
wirft, kann man noch einen Blick auf unseren gelben Briefkasten werfen.
|
|
|
Der Weg geht vorbei am Assembly House und dem Theater
|
|
|
Die Castlegate Shopping Mall entstand auf dem Gelände
der ehemaligen Schokoladenfabrik von Mackintosh, dessen Bau viel Unruhe
bei den Einzelhändlern von Norwich hervorgerufen hat. Trotzdem
muss man eingestehen, dass die Mall gut angelegt ist und einige hochwertige
Läden wie das "House of Frazer" nach Norwich gebracht
haben. Das Einkaufszentrum liegt zentral an der inneren Ring Road
und hat eine mehrgeschossiges Parkhaus. Ein Ausgang ist an die Red
Lion Street angebunden.
|
|
|
Wenn man ein paar Schritte zurückgeht und den Gentleman's walk
überquert, komm man zur Jugendstil-Arkade des Norwicher Architekten
George Skipper, der Royal Arcade mit hübschen Geschäften,
u.a. der Mustard Shop von Colman's und eine Filiale
der Bücherhauskette Waterstone's. Bei ihrem Eröffnung
im Mai 1899 wurde sie als ein "Fragment der Arabischen Nächte"
gefeiert, das in das Herz der alten Stadt gefallen war. Die Arkade
ist besonders bemerkenswert wegen seiner 'Art Nouveau' -Doulton
Kacheln. Am Ende der Arkade quert ein schmale Einkaufsstaße "Back
of the Inns", die ursprünglich dazu gedacht war, den Abfall
und Mist aus den Kneipen mit dem Giebel zum Markt zu entsorgen.
|
|
|
Nun sehen Sie schon überall Hinweise auf die Castle Mall,
die zweite "Shopping Arcade" , die unterhalb des
Castle mit viel Glas an einen Viktorianischen Wintergarten erinnern
soll. Weiter hinten geht das Zentrum in eine höhere Bebauung über.
Dieses Einkaufszentrum ist architektonisch sehr aufwendig gestaltet
und passt sich hervorragend in die Umgebung des alten Cattle Market
ein. Leider hat die Mall von Anfang an Schwierigkeiten, alle Geschäfte
zu vermieten und es fehlte ein Anchor Shop. Die Eröffnung
der zweiten Mall hat, die Situation verschlimmert und den Leerstand
vergrößert.
|
|
|
Wenn Sie den kurzen Weg zum Castle hochgehen
der Hügel ist (im elften Jahrhundert) künstlich aufgeschüttet worden
können Sie einen schönen Blick auf Norwich werfen. Das Castle
selbst ist normannischen Ursprungs, etwa zur selben Zeit wie die Kathedrale
entstanden, das heutige Erscheinungsbild ist weitgehend das Ergebnis
einer grundlegenden Renovierung in den 1830er Jahren. Falls Sie in
das Museum gehen (es lohnt sich, und Sie können auch in einer Cafeteria
eine Teepause einlegen!), sollten Sie sich die Bilder der Norwich
School of Painters anschauen. Für den Liebhaber gibt es aber auch
eine riesige Sammlung aller erdenklichen Formen von Teapots.
|
|
|
Der weitere Weg führt durch die Kings Street,
eine Redevelopment Area. Hier stand einst die Norwich Brewery.
Eines der mit Geldern der National Lottery sanierten Gebäude
ist das mittelalterliche Gebäude eines reichen Händlers,
Dragon Hall, heute als Schulungszentrum gedacht und
für uns als Freundschaftskreis wichtig, das Twinning Centre.
|
|
|
Vorbei an noch nicht sanierten Gebäuden geht es für die
neue Novi Sad Bridge mitten ins Riverside Development
Gebiet, wo eine gemischte Bebauung realisiert wird, Wohnhäuser,
Geschäfte und - für uns wichtig - durch die Koblenz Avenue
erschlossen. Leider hat auch die große Zahl von Lokalen
dazu geführt, dass hier am Wochenende regelmäßig Binge
Drinking stattfindet. Die rege Bautätigkeit geschieht vor
allem entlang des Wensum, wo aus den alten Lagerhallen schicke Lofts
entstehen. Kurz bevor am zur Outer Ring Road gelangt, sieht
man noch das Fußballstadion der Norwich Canaries, die
zur Zeit auch etwas glücklos operieren.
|
|
|
Die Koblenz Avenue wurde im Jahr 2000 feierlich eröffnet
und erschloss das Sanierungsgebiet "Riverside Development."
|
|
|
Norwich Railway Station ist ein imposanter Bau aus
dem viktorianischen Zeitalter, der vor kurzem saniert wurde. Auf dem
Fluß Wensum kamen früher die Seeschiffe bis in das Industriegebiet
von Norwich flußabwärts, heute sehen Sie nur die Wohnboote, die über
die Kanäle und die Broads nach Norwich zum Einkaufen kommen.
|